Sprengung von Geldautomaten verhindern

Das Foyer wurde bei der Sprengung völlig zerstört    

Immer wieder kommt es zu fatalen Sprengungen von Geldautomaten. 2015 waren es bundesweit 151 solcher Anschläge. Die Täter gehen dabei sehr rabiat vor, oftmals werden dabei auch große Teile der Bankfilialen zerstört.

Den Banken wird häufig vorgeworfen, sie würden hier nicht genug unternehmen, um den Tätern das Leben schwer zu machen. Das stimmt so jedoch meistens nicht. Das Problem liegt in der Art des Schutzes. Den Banken werden immer mehr Gegenmaßnahmen angeboten, dabei werden für jede Maßnahme schlüssige Argumente gebracht.

Z.B. kann bei einer Sprengung das Geld im Geldautomat eingefärbt werden. Diese Art ist u.a. in den Niederlanden weit verbreitet. Es gibt die Möglichkeit von "Gegengas", was das eingefüllte Gas unschädlich machen soll. Und es gibt ein Zündsystem, welches das eingeleitete Gas sofort zündet, so gibt es viele kleine, unscheinbare Explosionen. Jedoch haben alle diese Gegenmaßnahmen auch Nachteile.

Das Einfärben des Geldes nach einer Explosion, wie es u.a. vom BKA (Bundeskriminalamt) gefordert wird, schützt dennoch nicht vor der Explosion, den Schäden am jeweiligen Gebäude und vor allem den möglichen Gefahren für Personen in der Nähe, wie z.B. Anwohner. Auch andere Systeme sind nicht unbedingt fehlerfrei. Wenn z.B. bei einem Zündsystem die Zündung kurzzeitig aussetzt und dann wieder einsetzt, kann es zu einer ungewollten Sprengung kommen. Zwar wurden alle Systeme und Gegenmaßnahmen ausgiebig getestet, für eine einwandfreie Funktion würden wir allerdigs nicht garantieren, da hier immer ein elektronischer Zusatz wie z.B. Sensoren installiert sein müssen. Es müssen also zwei Komponenten einwandfrei arbeiten!

Da Banken und Sparkassen für ihre Tresore, wie z.B. die Geldautomaten, auf die Zulassung des VdS (Verband der Sachversicherer) vertrauen, sollten die Gegenmaßnahmen auch vom VdS anerkannt sein. Derzeit gibt es nur ein System, das die Explosionskraft erfolgreich bekämpft und vom VdS anerkannt wird. Dabei handelt es sich um die so genannten EAM (Energieabsobierende Module), in Verbindung mit einer Riegelwerkverstärkung. Hier wird die Energie einer Sprengung im Tresor des Geldautomaten durch spezielle Matten absorbiert und die Sprengkraft stark reduziert. Dadurch werden zum einen Schäden an Gebäuden und auch Personenschäden verhindert, zum anderen bleibt auch das Geld geschützt.

Die EAM können recht einfach in vorhandene Geldautomaten eingebaut werden. Die Nachfrage steigt auch stätig an. Die VdS-Anerkennung gibt es derzeit allerdings nur für Geräte des Geldautomatenherstellers Wincor-Nixdorf in Verbindung mit den Riegelwerkverstärkungen der Firma Stacke. Ob auch Geräte des amerikanischen Herstellers NCR oder anderen Geräteherstellern nach VdS umgerüstet werden können, ist noch unklar. Fest steht aber, dass die Umrüstungen bei vielen Geldinstituten bereits begonnen haben und die Produktion auf Hochtouren läuft.


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